Über mich

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Ort und Zeit bilden den Rahmen menschlichen Seins und Tuns. Ich bin 1968 im niedersächsischen Zonenrandgebiet geboren. Und ich bin dort, in Salzgitter, in eine Zeit hineingewachsen, die vom Kalten Krieg und seinem Ende geprägt war. Als Michail Gorbatschow 1986/87 seine Politik von Perestroika und Glasnost entfesselte, kämpfte ich mich durchs Abitur. Und als die Mauer fiel, hatte ich soeben mein Studium der Osteuropäischen Geschichte und der Slawistik in Kiel aufgenommen.

Hans-Henning Grimmlings "Mauerbild" aus dem Jahr 1983 lässt die Fluchtfantasien des sächsischen Malers erahnen. Doch auch ich im Westen wollte wissen, was sich hinter dem Eisernen Vorhang verbirgt.

Hans-Henning Grimmlings "Mauerbild" aus dem Jahr 1983 lässt die Fluchtfantasien des sächsischen Malers erahnen. Doch auch ich im Westen wollte wissen, was sich hinter dem Eisernen Vorhang verbirgt. (Foto: Grimmling)

Der Blick, der jahrelang vom Eisernen Vorhang versperrt gewesen war, richtete sich wie von selbst gen Osten. Reisen nach Russland, Polen und Tschechien, ins Baltikum und in die Ukraine befriedigten und entfachten meine Neugier gleichermaßen. 1994 studierte ich sieben Monate lang im sibirischen Irkutsk. Nach dem Examen unterrichtete ich an der Universität Poznań anderthalb Jahre lang polnische Germanisten.

Die Sprachen, besonders das Russische und das Polnische, schlugen mich früh in ihren Bann. Ganz zu schweigen von der Literatur Osteuropas: Puschkin und Dostojewski, Tschechow und Bulgakow, Kundera, Andrić, Nałkowska und Andrzejewski, Chwin und Huelle, Zhadan und Andruchowytsch und, und, und…

Kein Wunder also, dass ich mich als Journalist dem Themenkontinent Osteuropa verschrieben habe. Seit dem Jahr 2000 habe ich als Nachrichtenredakteur für norddeutsche Tageszeitungen gearbeitet. Nun habe ich den Sprung nach Warschau gewagt, um von dort als Osteuropa-Korrespondent zu berichten. Ich möchte das, was mich fasziniert, was ich gelernt und begriffen habe und hoffentlich noch begreifen werde, meinen Lesern mit professioneller Distanz vermitteln.

Ulrich Krökel - Bei einem Rechercheeinsatz in einem Bukarester Café. (Foto: Tocha)

Ulrich Krökel – Bei einem Rechercheeinsatz in einem Bukarester Café. (Foto: Tocha)

Informieren und unterhalten, lautete stets mein journalistisches Credo. Es gilt auch für dieses Weblog, mit dem ich einen noch größeren Adressatenkreis gewinnen will. Im Sinne der Sache. Wenn es mir gelingen sollte, ein anderes, differenziertes Bild von Osteuropa zu zeichnen, als es die gängigen Schmuddelklischees zeigen, wäre ich zufrieden.

Viel Spaß!

Lebenslauf: CV2009
Autorenfoto zum Download:

Ulrich Krökel (Foto: Dewanger)

Mitgliedschaften:
n-ost — Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung
DJV — Deutscher Journalistenverband

P.S.: Beachten Sie bitte die technischen und rechtlichen Hinweise im Impressum dieser Website. Danke!

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