ter6
Der Anfang vom Ende
1. November 2016
donbass3
Die fünfte Kategorie
21. Dezember 2016
brzeska3b

L eibricht hasste den Sommer. Er hasste die Schwüle, die Enge, den klebrigen Dunst. Mehr noch hasste er das überschießende Licht, die gleißende Hitze. Den Sommer in der Stadt hasste Leibricht über alle Maßen. Ja, sein grenzenloser Hass auf den Sommer in der Stadt überstieg um ein Vielfaches, im Grunde nicht mehr Nennbares den bloßen Abscheu all jener Depressiven, die im Winter von ihrem Hass auf die Dunkelheit faselten und noch vor Weihnachten die Flucht ans Mittelmeer ergriffen.

Immer flüchteten alle ans Mittelmeer. Immer. Alle. Das mochte verstehen, wer will. Leibricht verstand es nicht. Er konnte es nicht verstehen. Er konnte auch nicht fliehen. Klassische Dreiklänge vom Typ hier–jetzt–weg! hatten sich in Leibricht längst ins Dissonante aufgelöst, ins Atonale des angeblich aufgeklärten, angeblich modernen Menschen der westlichen Hemisphäre, der bekanntlich eine unerträgliche Freiheit des Seins genießt, weshalb Flucht naheliegend, aber unsinnig ist. Wozu offene Türen einrennen?

In Wirklichkeit standen die Dinge um Leibricht noch viel schlimmer, und dieses Schlimme spitzte sich im Sommer oft krisenhaft zu, im Sommer in der Stadt, in dieser Stadt, die Leibricht nicht nur nicht verlassen konnte, nein, das Gegenteil war der Fall. Sobald sich die geschmolzene Luftschicht, die in einer Scheitellhöhe von 1,67 Meter über den vollgepissten Asphalt quoll wie Gießharz bei der Herstellung von Panzerglasscheiben, auf 30 Grad Celsius erhitzt hatte, zog es Leibricht geradezu zwanghaft in die Stadt hinein, hin zu einer imaginierten Mitte, welche einst die Zeugung in sich trug, die es aber in der Gegenwart dieser Stadt nicht gab.

Nein, in diesem impotenten, wenn auch glühenden Torso einer Stadt konnte es schon aus rein physiologischen Gründen kein Zentrum geben, selbst wenn der dauererigierte, bis zur Antennenspitze mit Viagra vollgepumpte Fernsehturm am Alexanderplatz etwas anderes behauptete, über dessen Schambeinkamm sich Leibricht an diesem frühen Nachmittag des 22. Juli hinwegschleppte, hinein in den schattigen Bahnhof, aber schon drängte ihn der schwüle Türkenmief auf der anderen Seite wieder hinaus. Leibricht geriet ins Wanken. Er stolperte über die Straßenbahngleise und taumelte auf den Platz, als hätte sich in seinem Rückenmark eine Nervenentzündung eingenistet, irgendein Virus, möglicherweise auch Multiple Sklerose.

Die Statistiker hatten das Gipfelkreuz der MS-Anfälligkeit bei exakt 31,5 Jahren aufgepflanzt. Leibricht war am 8. Juli exakt 63 Jahre alt geworden und noch am selben Abend vorzeitig in Pension gegangen. Wider alle Vernunft hielt er sich seither für doppelt so MS-gefährdet wie die jungen Leute, vor denen er auf dem Altenteil Schutz suchte. Im Angesicht der Krankheit schlief er kaum noch, und wenn, dann träumte er wirr und wachte oft schweißüberströmt auf, als suchten die Krankheitserreger Mittel und Wege, um diesen alternden Körper schnellstmöglich zu verlassen, bevor es zu spät war. Tagsüber trank Leibricht das eine oder andere beruhigende Bier, aber die Ruhe blieb immer öfter aus, und so griff er zu Korn oder Kümmel. Wenn es nicht Multiple Sklerose war, dann ein Gehirntumor wie bei seinem Freund Brigge, der im Mai das Zeitliche gesegnet hatte, weil ihm im Schädel eine Geschwulst gewachsen war, groß wie ein zweiter Kopf.

Nun war die Reihe an Leibricht. Seit seinem Geburtstag spürte er eine entsetzliche Schwäche in den Beinen, eine Labbrigkeit, die von den Fußsohlen emporstieg wie Wasser in einer Schleusenkammer. Der Pegel hob sich täglich schneller. Erst vorgestern hatte die Krankheit Leibrichts Knie mit Aspik umhüllt. In Kürze würde sie seine Genitalien erreichen und bald darauf die Seele, jenes imaginierte Zentralorgan des Menschen, das Leibricht für grundsätzlich wehrlos hielt, das heißt, genau genommen war es kein berlinDafürhalten, kein Meinen, sondern ein erbarmungsloses Wissen um das Wesen seiner imaginierten und mithin wehrlosen Seele, die einen zunehmend labbrigen Leib behauste, etwa so, wie Leibricht in diesem impotenten, wenn auch sirrenden und flirrenden Torso einer Stadt lebte, aus der es kein Entrinnen gab, erst recht nicht im Sommer, an einem gleißend heißen Juli-Tag wie diesem, in unmittelbarer Nähe des Brunnens der Völkerfreundschaft auf dem Alexanderplatz, wo die Schwäche in Leibrichts Beinen nach stundenlangem Herumirren plötzlich einen kritischen Punkt erreichte. Er hatte den Fehler begangen, innezuhalten und zurückzuschauen.

Leibricht war vor dem Brunnen stehen geblieben, und während seine absterbenden Füße unverändert nach Osten zeigten, hatte er seinen Oberkörper aus den Lenden heraus nach Westen gedreht und dabei leise lächelnd den Kopf in den Nacken gelegt. Die Augen erfassten für einen winzigen, alles überblendenden Moment die Sonne, bevor Leibricht seinen eingetrübten Blick den Fernsehturm hinaufrollen ließ wie ein Kondom nach geleisteter Arbeit. Der Turm verlor tatsächlich an Spannkraft und knickte zur Seite weg, vermutlich weil Leibricht bei seiner Westwendung die entzündeten Nervenbahnen in seinem Rücken überstrapaziert hatte. Ein Krampf packte seinen Leib, wie in einer letzten, aus schierer Verzweiflung geborenen Kraftanstrengung. Der gepeinigte Frühpensionär sank, in sich verwrungen wie ein Paragrafenzeichen, auf den mit Kaugummis und eingetrockneten Cola-Lachen zugekleisterten Brunnenrand und blieb dort kleben.

Ja, genau so war es: Leibricht konnte seinen Körper nicht mehr von der steinernen Bank lösen. Er konnte sich überhaupt nicht mehr bewegen. Er pappte fest, krumm und schief, aber mit geöffneten Augen, weil auch die Lider ihren Dienst verweigerten, und das war vermutlich der Grund dafür, dass niemand ihn ansprach. Niemand interessierte sich für den paralysierten Mann im hellbraunen, bei dieser Höllenhitze gänzlich ungeeigneten, aber die Form wahrenden Sommeranzug.

Niemand half, weder die vorübereilenden, in den Schatten hastenden Passanten noch die afrikanischen Eisverkäufer oder die kaukasischen Kleinhändler, nicht die ekstatisch trompetenden Zigeuner und erst recht nicht die vollkommen nutzlosen Penner oder die schlitzäugigen Touristen, die sich in rasch wechselnder Formation neben ihn setzten, in fremden Sprachen die Völkerfreundschaft feierten, die kicherten, kreischten und sich ständig selbst fotografierten oder, im Kontrastprogramm, wie scheintot schwiegen, Schnaps soffen und Kippenreste aufrauchten, bis zum bitteren Ende, nur um ihr Schweigen zu guter Letzt doch noch zu brechen, lärmend einen Schleimbrocken aus der siebten Sohle der Lunge heraufzubefördern und mit dieser braungelben Opfergabe den Alexanderplatz zu weihen, der sich donnernd bedankte, als hätte eine Straßenbahn die Steinplatten in resonante Schwingungen versetzt. Der Platz, der zwischen entbehrlich und wertvoll nicht zu unterscheiden vermochte, zeigte sich für jede noch so kleine Aufmerksamkeit erkenntlich, wie sie Leibricht nicht zuteilwurde. Er war verlassen unter Vielen.

So vergingen ungezählte Minuten, vielleicht eine Stunde, bis Leibrichts bleiches, von Geburt an fast weißes Gesicht rot angeschwollen war. Die Sonne näherte sich bereits dem Fernsehturm, der sich unnatürlich schnell wieder in die Senkrechte erhoben hatte, wie es Leibricht nie gelungen war, weder bei seiner lieben Frau Elke noch bei der großbrüstigen Natascha, zumal er pharmazeutische Hilfe aus prinzipiellen Erwägungen ablehnte, aus Gründen der unantastbaren Menschenwürde, als plötzlich etwas Weiches seine Lippen berührte, vermutlich eine verhüllte Penisspitze.

Der Geruch von Latex jedenfalls war unverkennbar. Allzu oft hatten Leibricht Albträume heimgesucht, in denen er stets demselben Vergewaltiger zum Opfer fiel, der ihm sein monströses Glied in den Rachen rammte. Gott allein war es zu danken, dass der schwule Albtraumpenis ein Kondom trug. Dennoch löste der Geruch von Latex in Leibricht unweigerlich einen Brechreiz aus. Ein Arzt oder Sanitäter brauchte sich nur Einmalhandschuhe überzustreifen, und schon begann Leibricht zu würgen, erst recht beim Zahnarzt, selbst ohne Bohrer im Mund.

Diesmal nicht! Diesmal blieb der Brechreiz aus. Leibricht war nicht mehr fähig, zu würgen, und so kam alles noch schlimmer, denn das Kondom platzte. Jedenfalls begann der Penis, eine sämige Flüssigkeit in seinen Mund zu spritzen. Dem Gequälten blieb nur ein einziger Ausweg, nämlich sofort zu sterben, und das tat Leibricht denn auch. Jedenfalls versuchte er zu sterben. Er zog kurzerhand den Stecker, doch das System wechselte nur in irgendeinen Standby-Sleep-Modus. Ja, so ist das heutzutage: Meist gibt es irgendeine teuflische Reserve, irgendeinen versteckten Reset-Mechanismus, den selbst der Programmierer nicht kennt, den es also gar nicht geben dürfte, der aber trotz allem existiert.

Leibricht erwachte mit Blick auf eine grobkarierte Gipskartondecke und begann reflexartig, die Quadrate zu zählen, aber seine Augen fanden keinen Halt. Schuld war der Presslufthammer, der seinen Schädel bearbeitete. Er selbst, als gefolterter, aber latent lebender Leib, lag in einem Bett, unter einem Laken, wie ein angekettetes Gespenst, denn von seinem rechten Unterarm führte eine Fessel hinauf zu einem galgenartigen Gestänge, einem Tropf, wie Leibricht begriff, als der Presslufthammer die Schlagzahl verringerte.

Ja, alles war erstaunlich schnell klar: Leibricht lag in einem Krankenhausbett, das in einem Krankenhausflur geparkt war, platzsparend quer, mit den Füßen zum Gang, über den von Zeit zu Zeit weiße Schatten huschten. Auch die Parkbuchsen links und rechts waren belegt, die daneben ebenso, das spürte Leibricht, auch wenn er es nicht sehen konnte. Umso mehr war zu hören. Es musste sich um einen innerstädtischen Großparkplatz handeln, über den Motorenlärm und laute Rufe dröhnten, dazu das penetrante Piepen der Automatikschlösser und Kindergeplärr. Türen knallten. Irgendwo wurde ein Lkw entladen. Dann ging eine Alarmanlage los, und Leibricht schrie, schrie einen panischen Schrei, aber der Schrei blieb in seiner Brust stecken.

Als das verstörende Hier–jetzt–weg! seiner Panik verklungen war, versuchte Leibricht noch einmal, seine Stimme zu heben, sich wenigstens zu räuspern, auf dass sich einer der Schatten im Gang materialisieren möge. Vergeblich. Instinktiv begann er, seine Lage weiter zu erforschen. Er war vermutlich nackt. Vielleicht trug er an seinem schlaffen Unterleib eines jener Netzhöschen, die er vor zwei Jahren, bei einer OP am Darmausgang, kennen- und hassen gelernt hatte, aber sicher war das nicht. Sichtbar und sicher war, dass ein Dutzend gefrorener Gelkompressen auf dem Laken und damit auf seinem Torso lastete.

Leibricht wollte sich gerade nach den Gründen fragen, als der Presslufthammer seine Arbeit mit Hochdruck fortsetzte. Es gibt Werkzeuge, so schoss es Leibricht durch den gemarterten Kopf, deren Sinn allein die Zerstörung ist, das Kaputtmachen. Warum nur? Er schloss die Augen und spürte sofort wieder die entsetzliche Labbrigkeit in seinem Innern, die inzwischen bis unter die Kopfhaut gekrochen war und endgültig von seinem Wesen Besitz ergriffen hatte, inklusive seiner imaginierten und mithin wehrlosen Seele. Immerhin dienten Presslufthammer im Bergbau einem guten Zweck, oder?

Der Gedanke elektrisierte Leibricht. Eine absurde Hoffnung durchströmte ihn wie eine Eigenbluttransfusion. Einem Impuls gehorchend, versuchte er seinen Kopf nach links zu wenden, und tatsächlich: Etwas in seinem Nacken bewegte sich, langsam zwar, aber etwas bewegte sich doch! Leibricht fasste Mut und schielte zur Seite, wo er seinen Nachbarn entdeckte. Doch was war das? Ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte? So fragte sich Leibricht, bevor er begriff, dass dort ein Neger lag, dem jemand den Schädel eingeschlagen hatte, bis sich das Gesicht in einen kakaobraunen, von dunkelroten Beulen durchsetzten Teig verwandelt hatte, den ein weißer Turban krönte.

pisuk_02

Im selben Augenblick, als Leibricht seine Gedanken gerade politisch korrekt glätten wollte, um sich nicht unnötig angreifbar zu machen, geschah etwas höchst Seltsames, wissenschaftlich kaum Erklärbares. Leibricht spürte, dass sein Gesicht ebenfalls von einer glibbrigen Schicht bedeckt war, vermutlich wieder Aspik, und dass sein Kopf ebenfalls einen Mullturban trug, was er vorher gar nicht bemerkt hatte. All das verwirrte ihn dermaßen, dass er seinen eigenen, von Geburt an hellweißen Schädel nicht länger von dem eingeschlagenen Schädel seines Nachbarn zu unterscheiden vermochte. Noch immer schielend, starrte er den Neger an wie in einem Spiegel. Doch damit nicht genug! Leibrichts imaginierte Seele löste sich aus seinem Körper und glitt hinüber in den Leib seines Nachbarn, während sich auf dem Gang einer der weißen Schatten materialisierte, und zwar als Engel.

Kann man so etwas glauben? Eher nicht. Nein. Leibricht jedenfalls hätte so etwas unter normalen Umständen keinesfalls geglaubt, aber hier und jetzt erkannte er zweifelsfrei den Heiligenschein. Der Engel trat an das Bett des Negers, der nun Leibricht war, und legte ihm zwei Fingerkuppen auf ein letztes Stück unversehrter Wangenhaut. Ein Blitz durchzuckte Leibricht, kein Schmerz, sondern reines, überschießendes Licht. Er stöhnte hemmungslos auf, leider unhörbar.

»In die Zwei«, ordnete der Engel an, und wieder materialisierte sich ein Schatten, der das Bett des halb Totgeschlagenen derart unsanft aus der Parkbuchse manövrierte, dass Leibrichts kleinmütige Seele beschloss, in ihren angestammten Körper zurückzukehren. Der Engel trat zu ihm und verkündete: »Sie sind wach, das ist gut. Aber Sie dürfen nicht sprechen! Nicken reicht. Können Sie mich hören? Gut. Ich bin Doktor Afrooz al-Salām. Sie befinden sich in der Notaufnahme der ―

Nicht sprechen! Sie haben einen Lichtschlag erlitten und einen üblen Sonnenbrand … Hitzschlag, meine ich natürlich. Wundern Sie sich nicht über die Kältekissen, wir kühlen Sie auf Normaltemperatur herunter. Ihr Gesicht ―

Nicht sprechen! Wir haben Ihr Gesicht mit einem antiseptischen Gel zugekleistert. Sie sehen aus wie eine getrocknete Hollandtomate in Aspik. Schon mal probiert? Schmeckt nach gar nichts.«

Der Engel lächelte so fröhlich wie die Muttergottes oder Allah persönlich, entschuldigte sich aber sofort für die Wortwahl: »Verzeihen Sie, das war … Ich bin … Sie werden wieder gesund! Sie können sich schon bald bei den Obdachlosen auf dem Alex bedanken, die meine Kollegen alarmiert haben und ―

Nicht sprechen! Tsss, Sie sind mir einer! Haben Sie denn gar keine Schmerzen?«

Leibricht versuchte neckisch zu zwinkern. Er liebte den Engel, auch wenn der Heiligenschein ein profanes Kopftuch war, wie sich inzwischen herausgestellt hatte, aber das war egal. Das Tuch machte den Engel nur noch schöner. Leibricht hätte auch alles getan, was der Engel verlangte, nur schweigen konnte er nicht! Es ging schließlich um alles, und so nahm Leibricht seine neu gewonnenen Seelenkräfte zusammen und flüsterte lautlos: »Die Glieder.«

Der Engel schüttelte strafend den Kopf, beugte ihn aber zugleich helfend vor und schob sogar das Tuch vom Ohr, um das nackte Sinnesorgan über Leibrichts Lippen zu führen, die sich sofort zu einem Kussmund formten, aber gerade noch eines Besseren besannen. Leibricht hauchte: »Ich … Beine nicht … spüren … bewegen.«

Doktor Afrooz al-Salām erschrak sichtlich, wie es sich für eine Ärztin in der Notaufnahme nicht gehört. »Sie können ihre Beine nicht spüren? Ist das wahr? Warten Sie!«

Der Engel schwebte an das Fußende von Leibrichts Bett, hob das Laken an und legte seine Hand auf den linken Fuß des kranken weißen Mannes, als handelte es sich um das winzige Köpfchen eines Neugeborenen. Die Handfläche umschloss den Knöchel, während die Finger sanft auf den Spann ausliefen. Haut schmiegte sich an Haut, und Leibricht ―

»Spüren Sie etwas?«, fragte der Engel, dem der übermäßige Schrecken noch immer ins Gesicht geschrieben stand.

Ja. Und ob Leibricht etwas spürte! Leibricht spürte alles. Alles!

Ja, man mag es nicht glauben, aber genau so war es: Leibricht spürte und begriff auf einen Schlag alles. Er lächelte den Engel an und nickte.

 

© Hinweis: Das Schwarz-Weiß-Bild im unteren Teil des Textes stammt von dem Fotografen Maciej Pisuk, der es mit dankenswerterweise zur Veröffentlichung überlassen hat.