In diesem Autorenblog

gebe ich Einblicke in mein Tun und Nicht-Lassen-Können als schreibender, lesender und denkender Mensch. Mich einen Schriftsteller, Kritiker oder gar Philosophen zu nennen, wäre ohne Zweifel vermessen, obwohl das lärmende Klappern ja längst zum guten Ton gehört. Schon Goethe ließ seinen Meister bekanntlich sagen: Nur die Lumpe sind bescheiden, Brave freuen sich der Tat.

Von Hause aus Historiker, Slawist und Journalist, habe ich 2014/15 in einem Sabbatjahr Philosophie studiert und mit dem literarischen Schreiben begonnen. Die Veröffentlichung eines Debütromans ist in Arbeit. Auf diesen Seiten können Sie verfolgen, was sich in meiner Schreibwerkstatt tut, welche Bücher ich lese, welche Musik ich höre, warum ich das Schaffen der Anderen großartig oder grauenhaft finde und welche Weisheiten mir zu denken geben. Viel Spaß dabei!

26. Januar 2017
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Aus nichtigem Anlass

Wir Menschen werden immer verwirrter, mich selbst eingeschlossen. Am Montagmorgen treffe ich meinen Nachbarn zur Rechten an den Müllcontainern, Herrn K., den Major. Er steht vor der geöffneten Biotonne, starrt entgeistert hinein und stochert mit seinem Gehstock im Abfall. [...]
21. Dezember 2016
donbass3

Die fünfte Kategorie

Runde Geburtstage, das ist bekannt, sind die Vulkankegel des menschlichen Lebens. Die einen nutzen die Gunst der glücklichen Stunde, erklimmen den Kraterrand und tanzen johlend um ihr brodelndes Selbst herum wie kleine Kinder. [...]
1. November 2016
ter6

Der Anfang vom Ende

Wenn es stimmt, dass Krankheit ein Defekt ist, dann begann mein nahes Ende vor einem guten halben Jahr, im Herbst, obwohl mir die Zwischenzeit, die seither vergangen ist, viel länger vorkommt, wie eine im Raum gekrümmte Ewigkeit. [...]
16. Oktober 2016
kiew

Vorspiel in der Maske

Der Mann mit dem Pinsel in der Hand tupft noch ein wenig weiße Farbe auf. Dann hält er inne, tritt einen Schritt zurück, legt den Kopf leicht zur Seite und betrachtet sein Werk. [...]
24. Januar 2017
Tokarczuk(k)

Taram taram tamtam

Jemand macht viel Tamtam um etwas, sagt man, wenn dieser Jemand vornehmlich heiße Luft absondert. Olga Tokarczuk spielt derweil auf vielen Trommeln. [...]
11. November 2016
cohen

Leonard Cohen (†) – We won’t forget

So viel Abschied war selten. Leonard Cohen bringt eine letzte CD heraus und stirbt. Einige Erinnerungen. [...]
21. Oktober 2016
panikherz

Das Nichts auskotzen

Die Halbwertszeit von Büchern beträgt in Deutschland HEUTZUTAGE nur noch etwa drei Monate, habe ich kürzlich einen Verlagsleiter sagen hören, irgendwo im Radio, glaube ich, weiß es aber nicht sicher. Es versendet sich alles so schnell [...]
7. Februar 2017
Kleo11(k)

Ich denke, also bin ich

Sind wir (Menschen) »von unserem Körper wirklich unterschieden«, und können wir »ohne ihn existieren«, wie René Descartes einst glaubte?
4. Januar 2017
schweigen

Schweigen ist Gold

Wie eindeutig ist der Satz »Gras ist grün«? Und stimmt er überhaupt? [...]
4. Dezember 2016
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Der kleine Geist der Gernegroßen

Napoleon, Hitler, Stalin, Putin, Kaczyński: Warum sind es so oft die körperlich Kleinen, die so vehement nach Größe verlangen?
7. November 2016
berlin

Heiße Berliner Luft

Was macht das Leben in der hippen Hauptstadt aus? Antwort: Hier kann man nichts falsch machen. Hier ist alles scheißegal! [...]
17. Oktober 2016
stoerche22

Wie frei ist der Mensch?

»Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will«, schrieb Arthur Schopenhauer [...]
25. September 2016
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Schlimmer geht’s immer

Die Filmszene ist berühmt: Der Seewolf Larsen zerquetscht mit bloßer Hand eine (angeblich) rohe Kartoffel. Die Botschaft an Hump van Weyden ist eindeutig [...]